Totentempel der Hatschepsut

Gut erhalten und berühmt ist dieser einzigartige Tempel, den sich die Königin Hatschepsut errichten ließ. Der herrliche Tempel der Königin auf der linken Nilseite gegenüber von Karnak gehört zu den großartigsten Denkmälern altägyptischer Kultur.

Die Sphinxfiguren der Königin, die den Aufweg und die Verbindungsrampen zwischen den einzelnen Terrassen säumten, konnten größtenteils nur noch zertrümmert aufgefunden werden, denn als Thutmosis III. das Andenken an die ungeliebte Königin getilgt hatte (?nicht wissenschaftlich gesichert), fielen der Verfemung auch die Statuen zum Opfer. Doch auch unter Echnaton musste der Tempel eine Zerstörungswelle über sich ergehen lassen, als alle Reliefdarstellungen des Gottes Amun, der als vermeintlicher Vater der Hatschepsut im Tempel besonders breiten Raum einnahm, ausgehackt wurden. Ramses II. ließ diese Zerstörungen wieder ausbessern und hinterließ an mehreren Stellen kurze, einkolumnige Hieroglypheninschriften, die an seine Restaurierungen erinneren sollten.
Heute ist der Tempel weitgehend restauriert und für die Öffentlichkeit zugänglich.

Der Totentempel der Hatschepsut stammt aus der 18. Dynastie und ist der am besten erhaltene Tempel in Deir el-Bahari am Westufer des Nil in Theben. Auffällig ist seine eigenwillige Architektur. Die Pylone sind durch offene Pfeilerhallen am Anfang je einer Terrasse ersetzt.

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